Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache Peking
Gemeindemail zum 26.04.2009 (2. Sonntag nach Ostern – Misericordias Domini)
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Schwestern und Brüder,
hiermit lade ich Sie herzlich ein zu unserem kommenden
* Gottesdienst am Sonntag, den 26.04.09 um 10.00 Uhr in der Deutschen Botschaft. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle eingetragenen Gemeindemitglieder zur jährlichen Gemeindeversammlung eingeladen, in der u.a. die turnusgemäße Neuwahl des Gemeinderates stattfindet.
* Parallel zum Gottesdienst, ebenfalls ab 10.00 Uhr, ist wieder Kindergottesdienst. Die teilnehmenden Kinder dürfen sich darauf freuen, Maria und Martha kennen zu lernen.
* Im Anschluss an den Gottesdienst findet von 11.30 – 14.30 Uhr der Konfirmandenunterricht statt. Thema „Wer bin ich? Wozu lebe ich?“
Der biblische Wochenspruch zum 2. Sonntag nach Ostern
Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.
Johannes 10, 11.27.28
Wer einen guten Deutschunterricht genossen hat, der weiß, dass es verschieden Möglichkeiten gibt, Zugang zu einem Text zu bekommen. Man nehme zum Beispiel, nach der Einleitungsformel „Christus spricht“, die Substantive: Hirte, Schafe, Stimme, Leben. Oder die Verben: sein, hören, kennen, folgen, geben. Auch die Pronomina kann man sich anschauen: ich, meine, meine, ich, sie, sie, mir, ich, ihnen. Und vielleicht zuletzt die Artikel: der, das. Es gibt keine unbestimmten Artikel, nur bestimmte; das finde ich recht interessant.
Fügt man nun diese Ergebnisse zusammen, dann erkennt man Folgendes: Das Miteinander von Hirte und Schafen hat einen fest bestimmten Rahmen. Es geht nicht um irgendeinen Hirten, sondern um den guten Hirten. So zu sagen„The Good Shepherd“ Trademark Registered. Er hat die Macht, nicht irgendein, sondern das Leben zu geben, und das ist obendrein auch noch ewig.
Zwischen den definitiven Aussagen gibt es viel Bewegung: Schafe, die hören; ein Hirte, der seine Tiere kennt; Tiere, die ihrem Hirten folgen. - Wer schon einmal in der Tierpflege oder Tierzucht tätig war, weiß, dass es das gibt: ein Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier. Vielleicht ist Ihnen noch die Szene aus „Der Pferdeflüsterer“ in Erinnerung, wo Robert Redford nach großen Mühen schließlich ein Pferd dazu bringt, ihm freiwillig zu folgen. Die Fähigkeit dieses Tieres, Menschen zu vertrauen, war bei einem schlimmen Unfall verloren gegangen. Dem Pferdeflüsterer gelingt es, diese Fähigkeit wiederzubeleben.
Die Schafe folgen ihrem Hirten, weil sie spüren: ‚Er meint es gut mit uns; er sucht für uns gute Weideplätze. Er schützt uns gegen Gefahren, zur Not mit seinem eigenen Leben; er wird uns suchen, wenn wir uns verlaufen haben; er wird sich wie ein Arzt um uns kümmern, wenn wir uns verletzt haben. – Dafür geben wir ihm unsere Wolle, unsere Milch, und – unser Leben.‘ Es ist ein wunderbar funktionierendes lebendiges Wechselspiel, wie man an den Verben sieht. Jesus ist der Hirte, die Schafe hören auf ihn, Jesus kennt sie, die Schafe folgen ihm, Jesus gibt ihnen das ewige Leben.
Ja, es sind seine Schafe; sie brauchen seine Leitung, aber auch das andere gilt: Die Schafe machen ihn zum Hirten. Er braucht die Schafe, weil sein Herz und seine Sorge an ihnen hänmgen. Das belegen die Pronomina, die man sogar lyrisch anordnen könnte:
Ich, meine, meine
Ich, sie, sie, mir
Ich, ihnen
Viel mehr ist auf dem beschränkten Platz einer Gemeinde-email nicht zu sagen. Doch vielleicht kann ich Ihnen noch ein paar Fragen mitgeben für ihre eigene Innensicht in einer stillen Minute:
Hatte ich Lebensunfälle, die meine Fähigkeit zu vertrauen zerstörten?
Kann ich es wagen, Christus – dem Hirten meiner Seele, meines Lebens - neu zu vertrauen?
Wie sieht das aus, wenn ich Christus mein Leben und meine Fähigkeiten schenke?
Herzliche Hirtengrüße,
Ihr
Karl-Heinz Schell
Gebet in der Mitte des Tages
Gott,
mitten am Tag komme ich zu dir.
Hörst du mich?
Ich bringe keinen Glauben und habe keinen Frieden.
Dir in die Hände lege ich Sorge, Zweifel und Angst.
Sei bei mir, damit ich bei dir bin.
Führe mich, damit ich dich finde.
Amen.
Segen
Gott möge dich halten,
wenn du irregehst.
Gott möge dir leuchten, wenn du im Dunkeln bist.
Er mache dich neu
und schenke dir sein Leben.
Amen.
Zu folgenden weiteren Veranstaltungen darf ich ebenfalls einladen bzw. informieren:
Dienstag, 28.04.
20.00 Uhr Bibelgesprächskreis bei Familie Heinke
Samstag, 02.05.
17.00 Uhr Katholische Messe in der Deutschen Botschaft
Sonntag, 10.05.
10.00 Uhr Ev. Gottesdienst mit Abendmahl und Einführung des neu gewählten Kirchengemeinderates in der Deutschen Botschaft
10.00 Uhr Kindergottesdienst
11.30 Uhr Konfirmandenunterricht
Pfarrer Dr. Karl-Heinz Schell
MOMA Wanguocheng Bldg.6, Apt. 605
Xiang He Yuan Lu
Dongzhimen, Chaoyang Qu
100 028 Beijing CHINA
舍 康海 博士 / 牧师
MOMA 万国城 6 馆 605 号
香河园路
东直门 朝阳区
100 028 北京 中国
Phone+Fax Home +86-10-8440-7957
Phone Mobile +86-136-9363-1857
Email westwood.trinity@googlemail.com
Sprechzeiten:
donnerstags von 10.00 bis 12.00 Uhr und nach Vereinbarung
Zu Ihrer Übersicht sind die weiteren Gottesdienste bis Sommer 2009 unten angefügt.
Ort: Deutsche Botschaft, Dongzhimen Wai Dajie 17 (sofern nicht anders vermerkt)
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SA 18. April 2009 17:00h Messe (kath.)
SO 26. April 2009 10:00h Gottesd. mit Gemeindevers. u. KGR-Wahlen (evang.)
SA 2. Mai 2009 17:00h Messe (kath.)
SO 10. Mai 2009 10:00h Gottesd. mit Abendmahl; Einführg.d.neuen KGR (evang.)
SO 17. Mai 2009 10:00h Messe mit Firmung (kath.)
SO 24. Mai 2009 10:00h Gottesdienst mit Vorstellung der Konfirmanden (evang.)
SO 31. Mai 2009 10:00h Pfingsten, Gottesd. mit Konfirmation u. Abdm. (evang.)
SO 7. Juni 2009 10:00h Messe mit Erstkommunion (kath.)
SO 14. Juni 2009 10:00h Gottesdienst (evang.)
SA 20. Juni 2009 17:00h Messe (kath.)
SO 28. Juni 2009 10:00h Gottesdienst mit Abendmahl (evang.)
SO 5. Juli 2009 10:00h Gottesdienst zum Schuljahresende (ökumen.)
Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache (EGDS)
Peking, China
Website: www.egpeking.de
Email: dt_gemeinde_peking@hotmail.com